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Familienunternehmen

08. März 2010 - von Prof. Dr. Dr. h.c. Brun-Hagen Hennerkes und Stefan Heidbreder
Familienunternehmen werden von der Politik gleichermaßen umworben und verkannt
Kaum eine Rede oder ein Wahlprogramm, in dem nicht der Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft gepriesen wird. Der Mittelstand – das ist zum einen die stark umworbene Wählerschicht, die auf ein mittleres Einkommen zurückgreift, und das sind zum anderen Unternehmen, deren Definition sich auf ihren Jahresumsatz bzw. auf ihre Mitarbeiterzahl bezieht. Häufig sind dabei Familienunternehmen gemeint, deren Definition sich aber – anders als bei der Mittelstandsdefinition – auf ein qualitatives Merkmal bezieht, nämlich auf die Einheit von Eigentum, Risiko, Kontrolle und Haftung, was sie fundamental von kapitalmarktorientierten Konzernen in anonymen Streubesitz unterscheidet. Familienunternehmen sind die dominierende Unternehmensform in Deutschland: 95% der rund 3 Mio. Unternehmen fallen in diese Kategorie. Sie stehen für mehr als die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland und für mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes.[mehr]
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